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22. Juli 2020

Wie finde ich den richtigen Partner für meine Design- und Entwicklungsprojekte? - Ein Leitfaden

Jede Firma kommt im Zuge einer Produktentwicklung an einen Punkt, an dem es notwendig wird, weitere Ressourcen in die Entwicklung einzubinden. 

Dies betrifft oft das Thema Produkt- und User Interface-Design, da diese Aspekte wichtige Faktoren und „Türöffner" für den späteren Produkterfolg darstellen, jedoch in diesem Bereich aufgrund der zyklischen Auslastung in vielen Firmen keine internen Ressourcen vorhanden sind. Aber auch im Bereich der Entwicklung sind die internen Kapazitäten oftmals limitiert, da neben der Neuentwicklung das Tagesgeschäft und die bestehenden Produkte weiter gepflegt werden müssen. Oftmals bleibt dann der Fokus der internen Ressourcen auf der eigentlichen technologischen Funktionskomponente, dem Herzstück, während das Gehäuse und die umliegenden Funktionen „liegen bleiben" bzw. als perfektes Paket an ein Design- und Konstruktionsbüro vergeben werden können.

Die Möglichkeiten des internen Prototypenbaus sind bei vielen Unternehmen in den letzten Jahren ebenfalls „wegrationalisiert" worden. Durch moderne ERP und Produktionsabläufe bedeutet das Einsteuern von Prototypen zwischen die reguläre Serienproduktion oft einen hohen bürokratischen Aufwand und zeitlichen Vorlauf.

Nun geht es also darum, herauszufinden, wer der richtige Partner für diese externen Aufgaben ist. Und diese Suche ist nicht minder kompliziert, als die „echte" Partnersuche – zumal in einer Firma ein deutlich größerer Personenkreis in diese „Beziehung" involviert ist, sodass diese dadurch auch nicht minder „kompliziert" wird.

Während bei den Beziehungen im echten Leben oftmals der Faktor „Zufall" die schönsten Geschichten schreibt,
sollte dieser Prozess im Geschäftsleben möglichst strukturiert und erfolgreich erfolgen. Schließlich geht es hier um Projekt- und Produkterfolg, um kritische Markteinführungstermine und letztendlich um eine Menge Geld.
Auch entstehen Beziehungen zu Lieferanten oft dadurch, dass jemand aus dem Team den Partner aus seiner bisherigen Vorgeschichte „mitbringt". Wie im echten Leben ist es dabei auch wichtig, dass auch der Rest des Teams sich ebenfalls zu diesem „adoptierten" Partner bekennen kann und ein Lieferant nicht als Stiefkind „zwischen die Stühle gerät".

In der Dienstleistung ist bei einer Geschäftsbeziehung der „Faktor Mensch" ein wichtiges Kriterium. Die „Chemie muss stimmen", da vor allen Dingen der Kreativprozess und die Konzept- und Ideenfindung über eine intensive Kommunikation und ein gemeinsames Verständnis erfolgt. Wenn da die Ansichten und Erwartungshaltung zu weit auseinanderliegen, kann dies auch schnell zu Frustration und aufwendigen Projektschleifen führen. Auch an diesem gemeinsamen Verständnis muss wie in einer echten Beziehung immer „daran gearbeitet werden", da eine Produktentwicklung immer auch ein Abwägen von Zielstellungen und Machbarkeiten bedeutet.

Da wir uns bei jeder neuen Kundenanfrage und in der Zusammenarbeit mit fast 100 Kunden pro Jahr immer wieder diesen Themen und dem „Beziehungsmanagement" stellen müssen, haben wir die verschiedenen Kriterien für eine solche Initial-Auswahl eines richtigen Partners gesammelt und exemplarisch für verschiedene „Büros" ausgewertet.

Aus unserer Sicht gibt es verschiedene Auswahl-Kriterien, die wir in den Tabellenausschnitten oben zusammengefasst und als Nutzwertanalyse für ein effektives Scoring-Verfahren und eine transparente Darstellung aufbereitet haben. Um die Handhabung zu erklären, haben wir exemplarisch ebenfalls die Bewertungen für 2 fiktive Büros eingetragen. Beim Scoring ist zu beachten, dass die als KILL-Kriterien markierten Kriterien in der Wertung doppelt zählen bzw. bei Nicht-Erfüllung ein Drop-Out bedeuten.

Zusätzlich zu der Tabelle noch ein paar weitere Erklärungen zu den einzelnen Kriterien-Gruppen:

Referenzen und Branchenkenntnis
Hier hat der Wunschkandidat natürlich möglichst langjährige Erfahrungen in der jeweiligen Produktsparte und Branche und idealerweise schon einmal ein identisches Projekt durchgeführt, aber soll nun natürlich auf der anderen Seite möglichst exklusiv für das aktuelle Projekt und den aktuellen Partner tätig werden. Dies ist oftmals ein Dilemma. Eine Exklusivität lässt sich natürlich nur auf Gegenseitigkeit bei einer langjährigen Partnerschaft und einer entsprechenden kontinuierlichen Projektauslastung realisieren.

Dies ist jedoch bei einem Erstprojekt oftmals noch nicht fixier- und abschätzbar. Hier zählt aus unserer Erkenntnis vor allen Dingen die Erfahrung in der Branche und aus ähnlichen Projekten und Aufgabenstellungen, da der Dienstleister dann ein sehr gutes Verständnis vom Markt, den Anwendungen und der Technik mitbringt, was für den Projekterfolg deutlich wichtiger ist als die branchenfremde kreative „Naivität". Zumal hat jedes Projekt und jeder Kunde trotz ähnlicher Branche unterschiedliche Zielstellungen und unternehmenspolitische und marktspezifische Rahmenbedingungen. Oft wird die Kompetenz eines Designbüros auch an der Anzahl der Designpreise abgeleitet, wobei dies extrem beeinflusst wird, ob dessen Auftraggeber dieses Marketingmittel nutzt und überhaupt einreicht. Hier ist aus unserer Sicht viel wichtiger, mit welcher Methodik der Partner vorgeht, um das richtige Design für ihre Marke und Ihr Produkt zu finden, statt einfach den „aktuellen Stil" auf Ihr Produkt zu kippen.

Fachkenntnis und weitere Kompetenzen
Dass jedes Designbüro gestalten und mit Photoshop und Wacom-Board umgehen kann, sollte selbstverständlich sein. Daher sind die über das eigentliche Fachgebiet hinausgehenden Kenntnisse und Verständnisse für Aspekte wie Fertigbarkeit und Herstellkosten/–verfahren ein viel wichtigeres Auswahlkriterien. Und da hapert es bei vielen klassischen Büros, da die technischen Aspekte in der Ausbildung der Designer viel zu kurz kommen.

Hier kann nur ein Büro punkten, welches wirklich ausgebildete Ingenieure mit ins Projektteam einbringt. Es sei denn, Ihre interne Entwicklungsabteilung ist bereit und in der Lage, die Überführung der Designvision auf ein umsetzbares Produkt selber durchzukämpfen – eine durchaus undankbare Aufgabe, da die „leuchtenden Augen" der überzeichneten Design-Vision sich schnell in enttäuschte Gesichter wandeln, wenn nachher auf den Tisch kommt, was wirklich technisch und kostenseitig machbar ist. Hier ist ein fundierter Partner mit größerem Team und breiterer Fachkenntnis besser als ein kleines Team mit nur einer „Fachbrille".

Soft Fakts / Team
Die Chemie muss stimmen – das ist ein echtes Kill-Kriterium. Wenn Sie mit dem Gegenüber „nicht warm werden", nutzen auch die Fachkompetenzen und Referenzen nichts. Wichtig ist daher, das Team und den Sparringpartner persönlich kennen zu lernen. Auch hier kann eine große Agentur mit einem größeren Team natürlich auch eine breitere Palette an Persönlichkeiten für einen „best fit" anbieten.
Wichtig ist uns ebenfalls, dass sich der externe Partner auch als „Projekt(be)treiber" versteht und gemeinsam auf Augenhöhe die Projekte und Entscheidungen vorantreibt, statt in der untergeordneten Dienstleister-Rolle nur die Leistungen auf Abruf zu erbringen.

Aus unserer Sicht ist gerade dabei eine entsprechende Seniorität des Teams ein extrem wichtiger Aspekt – oftmals bestehen „hippe" Designbüros zu einem großen Anteil aus Praktikanten, Trainees und Studienabgängern. Schließlich wollen Sie nicht mit Ihrem Projekt Ihren Partner „die ersten Erfahrungen sammeln lassen", sondern für Ihr Vorhaben das optimale Ergebnis erreichen. Das geht aus unserer Sicht nur in der Kombination aus Projekt- und Lebenserfahrung gepaart mit kreativer Methodik und strategischer Ideenvielfalt.

Kaufmännische Aspekte
Last but not least müssen natürlich auch die kaufmännischen Rahmenbedingungen passen. Hier gilt aber auch wie im echten Leben: „Wer billig kauft, kauft zweimal". Natürlich muss der Preis für die Leistung gerechtfertigt und durch das Produkt später finanzierbar sein. Daher ist aus unserer Sicht extrem wichtig, dass die Leistungen und die einzelnen Kostenaspekte transparent, präzise und verbindlich dargestellt und formuliert sind und so das Gesamtpaket aus Kosten, Terminen und Leistungsinhalt für Sie nachvollziehbar ist und zu Ihrem Vorhaben passt.

Wir hoffen, dass wir Ihnen die aus unserer Erfahrung sinnvollen Kriterien näherbringen konnten. Sollten wir aus Ihrer Sicht wichtige Kriterien vergessen haben, schreiben Sie uns. Entsprechende Auswahl-Listen haben wir natürlich auch aus den Gesichtspunkten des Engineerings und UI/UX-Designs aufbereitet, die wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen.

Nun wünschen wir Ihnen bei der nächsten Partner-Auswahl ein „gutes Händchen".

Oder kommen Sie doch einfach direkt zu uns, denn wir bieten genau dieses einzigartige Dienstleistungspaket für Ihre erfolgreiche Produktentwicklung: Langjährige Erfahrung und unzählige Referenzen in vielen Branchen und ein großes internes Team mit interdisziplinärem Know-How aus vier Fachbereichen.

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Ihr Ansprechpartner bei BUSSE Design+Engineering:

Felix Timm
Geschäftsführer
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Mail:timm@busse-design.com

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