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09. November 2017

BUSSE Design+Engineering auf dem World Usability Day 2017

Viele Nutzerschnittstellen konzentrieren sich auf wenige spezifische Zielgruppen und deren Bedürfnisse. Doch was geschieht wenn sich die Nutzer, seine Ziele oder gar der Nutzungskontext ein wenig verändern? Dann werden oft Sonderlösungen benötigt und diese an bestehende Konzepte angestückelt. Bei dem Ansatz der Inklusion wird eine Lösung für alle angestrebt, d.h. bei Anwendung auf User-interface-Schnittstellen, dass die Struktur eines Systems stärker Nutzer mit individuellen Bedürfnissen oder persönlichen Eigenschaften berücksichtigen muss. Eine wichtige Komponente ist dabei die Barrierefreiheit in der Bedienung digitaler Systeme. So darf eine körperliche Behinderung kein Grund sein, ein System nicht benutzen zu können. Aber auch persönliche Stärken und Schwächen sowie die Bildung eines Nutzers sind im Sinne der Inklusion keine Ausschlusskriterien, sondern zu berücksichtigende Eigenschaften. Denn nur durch den Einbezug aller Nutzer können Systeme zu besseren Ergebnissen und fehlerfreien Informationen führen.

Beim Vortrag über ein User Interface Design für assistiertes Parken von Manfred Dorn, UID GmbH, wurde die Rolle des Menschen in der Übergangsphase zum autonomen Fahrzeug näher beleuchtet. Der Zwischenschritt ist dabei das assistierte Ein- und Ausparken, bei dem der Mensch bereits heute das Fahrzeug verlassen und über eine App mit einem Totmannschalter das Einparken von außen begleiten kann. Besonders Parkhäuser eignen sich aufgrund ihrer geordneten Struktur dazu einen Raum zu schaffen, in dem gleichwohl Nutzer und Autos Erfahrungen sammeln können. Die gewonnenen Ergebnisse dienen dazu die Algorithmen der Programme zu verbessern und die Autos intelligenter zu machen. Darüber hinaus lernen die Nutzer dabei, wie autonome Systeme reagieren und funktionieren und bauen Vorurteile ab. Interessant ist auch die Tatsache, dass die Fahrzeugfronten, die „Gesichter" der Autos, künftig andere Interaktionsflächen darstellen werden. Wo heute noch der Blickkontakt zwischen Fußgänger und Autofahrer steht, kann zukünftig der Kontakt zwischen Fußgänger und Fahrzeugfront wichtiger werden. Beim Überqueren eines Zebrastreifens beispielsweise können Leuchtmittel in verschiedenen Farben den Status des Fahrzeugs anzeigen und den Menschen in der Umgebung anzeigen und via Projektion signalisieren, ob die Straße überquert werden kann.

Daniel Ziegler vom Fraunhofer IAO demonstrierte eindrucksvoll, dass Interfaces über adaptive Web Components nicht nur responsiv auf den Bediener und sein Device reagieren, sondern auch das Umgebungslicht, eine individuelle Reaktion des Systems, gesteuert werden kann. So ändert sich z.B. nicht nur automatisch die Helligkeit, sondern auch der Farbton des User Interfaces, um eine bestmögliche Interaktion zu bewirken.

Anna Fokina regte in ihrem Vortrag dazu an, das Testing nicht aus den Augen zu verlieren und empfahl pragmatisch auch den Test mit Kollegen, einen Kurztest mit Passanten oder einen Remote- Test an nur einem Tag. Nur so könnten Produkte besser werden und die Nutzer bekämen die Chance diese „lieben zu lernen".
User Testing ist ein Thema, welches wir bei BUSSE Design+Engineering ebenfalls sehr wichtig finden. So testen wir unsere Klick-Prototypen regelmäßig im Kollegenkreis oder in Zusammenarbeit mit dem Kunden bei ausgewählten Anwendern. Ein Test mit Passanten mag zwar interessant sein, aber bei Entwicklungsprojekten die der Geheimhaltung unterliegen, kommt diese Art des Testings für uns weniger in Frage.

Lorenz Hagenmeyer, von Bosch, referierte in seinem Vortrag über den Einsatz von Innovationsmethoden im Hause Bosch. Seit drei Jahren können sich Mitarbeiter konzernintern für ausgeschriebene Innovationsprojekte bewerben und bekommen die Chance, losgelöst von ihrer alltäglichen Aufgaben- und Arbeitsumgebung, Zukunftsprojekte zu entwickeln. Nur durch interdisziplinäre Teams und neuen Methoden wie Design Thinking können zukunftsweisende Technologien mit einer bestmöglichen User Experience entstehen. Auf typische Reviews wird dabei in den zweimonatigen Projektphasen gänzlich verzichtet. Jedem Team wird ein UX-Spezialist zur Verfügung gestellt, der beratend zur Seite steht und Hilfestellungen bei Usability Themen gibt.
Zusammenfassend war die diesjährige Teilnahme am World Usability Day 2017 wie immer sehr inspirierend und bestätigte uns in unserer Arbeitsweise. Ganz im Sinne der Inklusion durch User Experience ist es auch unser Bestreben individuell auf den Bediener und seine Bedürfnisse einzugehen und seine persönlichen Stärken, Schwächen und Eigenschaften zu berücksichtigen.

Ihr/e Ansprechpartner/-in bei BUSSE Design+Engineering:
Oliver Skrabl, User Interface Designer
Tel.: +49 (0) 73 08 / 811 499 793
skrabl@busse-design.com

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